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Dienstag, 8. Dezember 2015

Wieder zuhause - der letzte Blogeintrag!

Sa/So, 14./15.11.: Die Heimreise: Halifax NS -Steinen SZ

An unserem letzten Morgen gönnen wir uns das reichhaltige Frühstücksbuffet im Hotel. Christine, die mit dem Kaffee kommt, erkennt uns – von unserem ersten Frühstück in Halifax vor drei Monaten her – sogar wieder! - Jetzt hat sich der Kreis endgültig geschlossen!

Wir trödeln noch ein bisschen rum, zahlen online die Parkbusse, die wir uns vorgestern eingefangen haben (via eigene Seite der Verkehrspolizei!), werfen noch einen letzten Blick aus dem Fenster auf den Zitadellenhügel und checken kurz vor eins aus dem Hotel aus.

Ein letzter Blick aus dem Zimmerfenster auf den Zitadellenhügel. Die Wetterlage beschreibt unsere Stimmung ganz gut...

Der Chevy Impala bringt uns gut zum rund 30 km entfernten Stanfield International Airport, wo wir den Wagen direkt vor dem Flughafen bei Avis abgeben können.

Das Check-In geht problemlos, nur stellt sich beim Security Check heraus, dass wir - seltsamerweise... - die Akkubohrmaschine, die Ozy für einen Freund mitnehmen wollte, nicht im Handgepäck ins Flugzeug bringen dürfen. Das heisst, dass Ozy in Begleitung eines Officers nochmal eine Ehrenrunde machen darf, um den Koffer aufzugeben. (Das wollten wir ja eigentlich vermeiden wegen des Umsteigens in München auf die Swiss).

Schliesslich ist alles erledigt, Ozy noch ein 2. Mal durch den Security Check und wir dürfen aufs Flugzeug. Da die Icelandair (wie auch Condor) im Winterhalbjahr Halifax nicht mehr direkt anfliegt, geht es zuerst zweieinhalb Stunden lang nach Toronto. Auf diese Weise können wir den Grossraum Toronto auch aus der Luft bewundern - er ist riesig!!! Kein Wunder, haben wir mit dem Auto so lange gebraucht, um uns durch das hochkomplexe Freeway-System zu kämpfen!

Der knapp 3stündige Aufenthalt in Toronto gestaltet sich durchaus abwechslungsreich, da sich herausstellt, dass es auf dem ganzen Flughafen keine Raucherecke oder -lounge gibt (nach Auskunft von zwei freundlichen Flughafenangestellten, die wir danach gefragt hatten, wurde mal ein Raucherraum ausversehen angezündet – von einem rauchenden Angestellten – weshalb nun alle Raucher dieser Welt auf diese Annehmlichkeit verzichten müssen...).
Für Ozy bzw. uns heisst das, dass wir ganz aus dem Flughafen raus müssen, wo die Raucher kleine Eckchen auf dem Trottoir zugestanden bekommen haben, und uns vor Abflug wieder dem Security Check stellen dürfen. Dazwischen gibt es in der Abflughalle noch einen kleinen Znacht (bei Icelandair nicht inbegriffen).

Der rund fünfstündige Flug nach Reykjavik verläuft auch gut - wir verbringen ihn vor allem schlafend. In Reykjavik selber sind wir dann morgens früh sehr schnell wach - als wir vom Flugzeug aus in einem dunklen, unbeheizten Bus, in dem der Fahrer nur durch ein kleines Loch hinausblicken kann und wir an den eisernen Haltestangen anfrieren, zum Terminal gebracht werden.
Dort bekommen wir noch einen Adrenalinschub, da (als EU-Aussengrenze, obwohl Island ja gar nicht dazugehört?) wir nochmals durch einen Security Check müssen! Was wir auf dem Flug an gefährlichen und schädlichen Dingen hätten aufgabeln können, ist uns zwar ein Rätsel, aber da müssen wir durch. - Der Adrenalinschub ergibt sich aus unseren 55 Minuten Umsteigezeit und der sehr langen Schlange vor den wenigen geöffneten Linien... Wir fragen einen Officer, ob es keine schnellere Möglichkeit gebe, da wir noch einen Anschlussflug hätten, aber er beruhigt uns mit dem Hinweis, dass seit der Einführung dieser Massnahme keine Maschine mehr pünktlich abgeflogen sei...

Wir sind jedenfalls sehr froh, als wir gerade noch rechtzeitg im Flugzeug nach München sitzen. Die drei-dreiviertel Stunden haben wir uns mit einem vorreservierten (-und bezahlten) Zmorgen versüsst.

In München haben wir auch nochmals knapp zwei Stunden Aufenthalt, die uns aber gar nicht langweilig werden, da wir zuerst unseren aufgegebenen Koffer holen müssen. Das dauert schon mal lange und Ozy kann inzwischen schon mal wieder das Terminal verlassen, um eine rauchen zu können. Dann finden wir mühsam heraus, wo unser Swiss-Flug geht und noch mühsamer, wo wir denn nun unseren Koffer wieder aufgeben müssen. - Da Icelandair unseren Flug mit Swiss als Billiglösung ohne Freigepäck gebucht hatte, gilt dieser als "Excess-Baggage"... Drei Schalter weiter und 30 Euro ärmer (für einen kabinentauglichen Koffer!!! - Zum Glück übernimmt Icelandair das!) dürfen wir dann endlich durch die nächste Security durch und auf unser Flugzeug eilen.

In der Swiss bekommen wir zur Begrüssung Frey-Schoggi, was mich doch sehr tröstet. Der Flug nach Zürich dauert dann nur noch 55 Minuten und um 14:50 sind wir dann endgültig auf festem Boden und gegen fünf endgültig zuhause. - Die Reise vom Hotel bis zu uns nachhause hat insgesamt 23 Stunden gedauert, davon 12:35 Flugzeit...


Ozy vor unserer Türe, wo wir mit Plakat und Blumenstrauss begrüsst werden!

Unsere lieben Verwandten haben für uns eingekauft und auch hier erwartet uns ein wunderschöner Blumenstrauss (mit Krug für Ozy!).


Mi/Do, 2./3.12.: Nun kommt auch noch das Auto heim!

Unser Auto ist dieses Mal mit der "Atlantic Compass" über den Atlantik geschippert, die auch ganz planmässig am 14. November in Halifax abgelegt hat.

Die "Atlantic Companion" macht sich auf dem Weg über den Atlantik.

Die planmässige Ankunft wäre am 28. November, was wir am 25. November zusammen mit der Freistellung von Seabridge bestätigt bekommen. Wir buchen unseren Flug nach Hamburg (wie von uns im Voraus geplant) auf den 2. Dezember – und erhalten am nächsten Tag die Nachricht, dass die Reederei die Route des Schiffes wieder mal kurzfristig geändert hat... Das Schiff kommt jetzt in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember an, das Abholdatum ist der 3. Dezember! Auf telefonische Nachfrage erhalte ich von Seabridge die Auskunft, dass wir es ruhig mal am 2. Dezember versuchen sollen. Es kommt halt einfach darauf an, wo unser Auto steht bzw. wann es ausgeladen wird.

Interessante "Warteschlaufen" vor Liverpool.
Wir fliegen also am 2. Dezember in den Norden (übrigens inkl. Taxes für insgesamt CHF 227.80 - bei Germanwings, die den Flug ausführt, hätte es fast 500.- gekostet, bei Swiss - der gleiche Flug "operated by Germanwings" - über 700.-!!!).
Nach einem (leider nicht sehr tollen "chinesischen") Mittagessen begeben wir uns gemütlich zu Unikai. Das Schiff ist immerhin schon da, das Auto aber natürlich noch nicht ausgeladen. Sie sind aber so nett und wollen uns anrufen, wenn es soweit ist. Wir schlagen die Zeit tot und fahren dann gegen halb fünf doch nochmal an den Hafen. - das Auto ist zwar inzwischen ausgeladen, aber noch nicht freigegeben (das wird dann in Nachtschicht erledigt).

Netterweise dürfen wir bei meinem Cousin Carsten übernachten, der in der Nähe von Hamburg wohnt, und wir verbringen einen sehr netten Abend im Kreis seiner Familie.

Am nächsten Morgen nimmt uns Carsten noch mit in die Nähe des Hauptbahnhofs (wir sind froh, dass wir nicht mehr alles mit dem ÖV fahren müssen) und am Hafen bekommen wir tatsächlich unser Auto! Es hat die Reise unbeschadet überstanden (dank Zettel, dass der Schlüssel bitte nicht im Zündschloss stecken gelassen werden solle, funktioniert sogar die Batterie noch) und wir freuen uns sehr, es endlich wieder zu sehen!

Hurrah! Wir haben unsere "Büchse" wieder!

Nun müssen wir noch zum Zoll, den aber glücklicherweise nur Fahrzeugausweis und Chassis-Nummer interessieren, und nach dem Abholen des bei Unikai hinterlegten Ausweises sind wir mit unserer "Büchse" endlich auf dem Heimweg!
  
Nun sind wir also - nach dem Ausladen - nach über drei Monaten wieder "richtig" zuhause!

Die Zeit in Nordamerika hat uns wahnsinnig gut gefallen. Die Weite, die offenen, freundlichen Menschen, die tollen Landschaften, ...
Wir haben viele neue Freunde kennengelernt und hoffen, dass wir nicht das letzte Mal "auf der anderen Seite des Grossen Teichs" waren!

Das Schlussbild - erstaunlich, was in unserem kleinen Gefährt so alles Platz hatte...