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Freitag, 13. November 2015

Der Kreis schliesst sich: North Stonington CT - Halifax NS

Mo/Di, 9./10.11.: North Stonington CT - Bangor & Lincoln ME

Von Mystic in Connecticut geht es nach Bangor in Maine, wo wir wieder unseren Freund Mike treffen und die Sitze und ein paar andere Sachen abholen. Mike ist so lieb und lädt uns zu sich nach Hause in Lincoln ein. Hier werden wir nicht nur von seiner Frau Sandy wunderbar bekocht, sondern dürfen auch gleich noch zwei Nächte in ihrem wunderbaren Haus am See schlafen, da wir die Sitze und alles von vorne ins Häuschen geräumt haben und dort nun gar keinen Platz zum Wohnen mehr haben.
Wir geniessen die beiden Abende in Gesellschaft von sehr lieben Menschen - wir treffen bei Mike und Sandy auch ihre Freunde David und Karen und lachen und schwatzen jeweils bis nach zwölf Uhr nachts (obwohl David und Sandy um fünf aus den Federn müssen!).

Hier sieht es schon fast winterlich aus.

Brücke über den Picataqua River bei Portsmouth. Der Fluss ist die Grenze zu Maine. 



Welcome back in Moose Country!
Blick von der Terrasse von Mike und Sandys Haus auf den Long Pond.
Ein Blue Jay futtert sich voll für den Winter.


Unsere lieben Gastgeber Mike und Sandy und ihre Freunde Karen und David.

Mi-Fr, 11.-13.11.: Halifax NS, Canada

Am Mittwoch Morgen wird es ernst und es geht über rund 600 km zurück nach Halifax. Wir nehmen schweren Herzens Abschied von Sandy und Mike. Auch das Wetter sieht entsprechend trüb aus.

Wir fahren über Land Richtung Osten und nehmen dann die Nr. 1 nach Süden (!) bis zur Grenze bei St. Stephen. Hier ist heute sehr wenig los (ob's am Veteran's/Memorial Day liegt?) und wir haben den entspanntesten Grenzübertritt der ganzen Reise. Der Officer ist extrem ruhig und freundlich und erinnert uns nett, dass es toll wäre, wenn wir unsere Pässe auch noch unterschreiben würden, und interessiert sich weder für Früchte, Alkohol noch Waffen. 
Die Canada Nr. 1 führt uns weiter nach Südosten bis an die Küste, wo sie dann langsam Richtung Nordosten abdreht. In St. John machen wir wieder einen kurzen Halt und besuchen die Reversing Falls - und zum letzten Mal einen Tim Hortons.
Schliesslich kommen wir gegen Abend im Hotel an, wo wir unseren etwas grösseren Wagen direkt vor dem Eingang lassen dürfen (ins Parkhaus hätte er nicht gepasst...).


Am Donnerstag Morgen besorgen wir uns zuerst ein Mietauto (schon gestern online bestellt) und fahren damit zur Reederei. Auch hier geht alles problemlos, wir müssen nur zuerst ein bisschen auf die verantwortliche Dame warten bis sie aus der Kaffeepause zurück ist. Von der Reederei geht's wieder zum Hotel, wo Ozy in den Dodge umsteigt. Im "Konvoi" fahren wir zum Ceres-Terminal, wo wir das Auto nach einiger Wartezeit - der Verantwortliche geht bei unserer Ankunft gerade in die Kaffeepause... - im Hafen abgeben können. Von hier werden offenbar auch einige Alt-Autos nach Afrika verschifft und wir sind beruhig, als der Herr im Büro seinem Kollegen sagt "This goes not to Africa" und ihm den pinkfarbenen Kleber mit der Aufschrift HAM in die Hand drückt.
Nach der Zustands-Bestandesaufnahme, die hier viel weniger detailliert ist als in Hamburg ("used car with some major dents and scratches"), müssen wir unsere Büchse endgültig am Hafen zurücklassen. :'-(

Autos zum Verschiffen - die Ziele reichen von Liverpool über Göteborg und Hamburg bis nach Afrika.
Bestandesaufnahme mit dem Ergebnis: "used car with major dents and scratches"... Man beachte den pinkfarbenen HAM-Kleber.
Ein letzter Blick auf unsere "Büchse", die uns treu um Nordamerika gefahren hat. :'-(

Die restlichen Tage verbringen wir mit Sightseeing in und um Halifax. Unter anderem passen wir die Tidal Bore - Gezeitenwelle - im Shubenacadie River ab (ein Eindruck vermittelt dieses Video von der Tidal Bore im Peticodiac River in der gleichen Region). Ozy ist derweil ganz begeistert von unserem sportlichen Mietwagen, einem Chevrolet Impala (u.a. mit Einzelradaufhängung, guter Federung und remote start...)!

Ozy und Chevrolet Impala - ein sportliches (Miet-)Wägelchen...
Hurricane Kate erreichte das Land zum Glück nicht, aber für ein paar Wellen hat er gereicht...
Leuchtturm vor Sandy Cove.

Im Hinterland sieht es wesentlich friedlicher aus...
Lawrencetown Beach, nördlich von Halifax bzw. Dartmouth.
Salzmarschen bei Lawrencetown Beach.
Duck Xing!

Der nächste Morgen sieht dann so aus...
Ehemaliger Brückenpfeiler im Shubenacadie River bei "Ebbe".
Blick stromaufwärts auf den Shubenacadie bei "Ebbe".
Nach der Tidal Bore (Gezeitenwelle) fliesst der Shubenacadie stromaufwärts!
Derselbe Brückenpfeiler nach dem Eintreffen der Tidal Bore (Gezeitenwelle).
Blick auf den steigenden Shubenacadie.
Blick auf die Bay of Fundy.

Die MacKay Bridge in Halifax.
Cable Wharf in Halifax.
Hafen bei der Cable Wharf.
Lobster Roll!

In der Zitadelle.


Blick Richtung MacKay Bridge und Hafen. Auf der anderen Seite liegt Dartmouth.
Halifax Town Clock.
Blick von der Zitadelle Richtung Atlantik.
"Friedenstaube" in der Zitadelle.


Morgen heisst  es dann endgültig "Good bye, Amerika"!


Ein Mal "rund herum" - jeder Punkt markiert einen Übernachtungsplatz.









Montag, 9. November 2015

In New England

Nach Washington D.C. geht es weiter nach Nordosten, vorbei an Philadelphia und New York, bis zum KOA-Camping in North Stonington CT, nahe an der Grenze zu Rhode Island. Dort stellen wir bei einer kleinen Internet-Recherche fest, dass "so weit im Norden" nur noch ein zweiter (KOA-) Campingplatz bei Middleboro MA, südlich von Boston, geöffnet hat. Alle anderen Campings in Massachusetts, Vermont und Maine, die auch nur halbwegs auf unserer Route liegen (egal ob State Parks u.ä. oder Good Sam), haben spätestens Ende Oktober die Tore dicht gemacht!

Wir verbringen diese Woche deshalb sehr gemütlich wischen den beiden KOAs, schauen uns die Küstengegend mit ihren hübschen Städchen an und geniessen nochmals so richtig den wunderbaren, frischen Seafood!

Mo, 2.11.: Millersville MA – Mystic CT

Von Millersville geht es auf der Interstate 95 gegen Nordosten, die bis nach Boston mehr oder weniger parallel zur Küste verläuft. Vom Meer sieht man zwar praktisch nichts, dafür führt sie durch wunderbar verfärbte Wälder - und wir bedauern (wieder einmal), dass es heute Wolken hat...
Zunächst geht es um Baltimore und durch den Harbor Tunnel hindurch. Nach Wilmington wird die I-95 zur „New Jersey Turnpike“, die um Philadelphia herum und westlich an New York – mit Blick auf die Skyline von Manhattan – vorbei führt. Wieder als Interstate dreht sie nach Westen ab und geht quer durch die Bronx, bevor sie weiter der Küste entlang Richtung Boston führt. Die Umfahrung von Baltimore, der Tunnel, einige Brücken und natürlich die Turnpike sind kostenpflichtig. Interessanterweise kann man hier (wenn man keinen EZ-Pass hat) ausschliesslich mit Cash bezahlen. Kreditkarte wird nicht akzeptiert! Zum Glück haben wir so viel Bargeld, dass wir unsere Scherflein entrichten können (insgesamt immerhin rund 35 $)!
Gegen Abend fahren wir auf dem KOA-Camping in North Stonington, in der Nähe von Mystic, wo im 19. Jh. viele wichtige Werften waren.

Vorbei an Baltimore.

Die Wälder wären wunderbar verfärbt. Leider fehlt (wieder einmal) die Sonne...
Susquehanna River bei Havre de Grace.
Auf der I-95 sind die Raststätten in der Mitte der Autobahn.

Delaware River bei Wilmington.

Blick auf die Skyline im südlichen Teil von Manhattan...
...und im nördlichen Teil.
Die George Washington Bridge über den Hudson in New York.
Blick auf den Hudson River, die Bronx und Manhattan Island..
Hilfe!
Etwa so sieht es in natura aus.

Wohnblock-Siedlung in der Bronx.

Auch nördlich von New York führt die I-95 wieder durch wunderschön verfärbte Wälder.

Hier waren kreative Strassenarbeiter am Werk.
Erster Blick auf den Mystic River mit dem Mystic Seaport (Schifffahrtsmuseum).

Di, 3.11.: Mystic CT – Middleboro MA

Heute Morgen haben wir lange im Internet Campingplätze recherchiert und festgestellt, dass wir nun definitiv ausserhalb der Saison sind. Nicht nur sind schon alle State Parks in Massachusetts, Vermont und Maine (fürs Camping) geschlossen, sondern auch alle KOAs und Good Sams! Der „nördlichste“ Camping, den wir noch finden, liegt bei Middleboro südlich von Boston und ist nur rund 100 km Luftlinie von Mystic entfernt!

Heute ist endlich einmal wieder schönes Wetter und da wir ja langsam gegen Norden wollen, fahren wir  gemütlich nach Middleboro: zunächst wieder Interstate bis nach Providence und von dort „über Land“ auf der Nr. 44 (ziemlich viel Verkehr und vor allem viele Rotlichter…).


Endlich hat man mal was von den farbigen Bäumen!
Kleiner Shopping-Zwischenstopp im Home Depot (Äquvalent zu Migros "Do It" bzw. Coops "Bau + Hobby", nur etwas grösser...).
Wir sind wieder im Rust Belt...

Taunton.

Über die Nr. 44 Richtung Küste.
Ich kann mich an den verfärbten Bäumen einfach nicht satt sehen!

Auf dem Campingplatz besorgen wir uns zuerst für zwei Nächte einen Standplatz, bevor wir zum nahegelegen Plymouth fahren, das als die „Wiege der Vereinigten Staaten“ gilt: Hier landete 1620 die Mayflower mit den Pilgrim Fathers an Bord.
Das Städtchen am Meer ist sehr hübsch. Im Hafen liegt eine Nachbildung der Mayflower und unter einem steinernen Baldachin kann man den Plymouth Rock, den Felsen, auf dem die Pilgerväter der Legende nach zuerst gelandet sind, bewundern. Weitere Monumente und Sehenswürdigkeiten zur Gründerzeit sind über das ganze Städtchen verteilt.

Hafen von Plymouth.
Auch hier darf natürlich ein Touri-Dampfboot nicht fehlen...
...dieses ist zwar "closed for the season", aber dafür gefällt es den Vögeln.
Nachbau der "Mayflower", mit der die Pilgrim Fathers 1620 in Plymouth gelandet sind (sie hatten sich übrigens "verfahren" und wollten ursprünglich nach Virginia).

Das "Heiligtum" des "Plymouth Rock".
Der "Plymout Rock", wo die Pilgrim Fathers der Überlieferung an Land gegangen sind.
Schacht in Plymouth.
Nicht nur die Campingplätze sind zu...

Den Abend (es wird seit Sonntag, nach der Umstellung auf Winterzeit mittlerweile um fünf Uhr dunkel) beschliessen wir mit einem Blick in das „Cranberry House“ (diese Gegend ist ein grosser Preiselbeeren-Produzent) und in der „Tavern on the Wharf“, einem seeeehr feinen Restaurant mit herrlichem Seafood.


Mi-Do, 4.-5.11.: Middleboro MA

Am Mittwoch macht Ozy “kleinen Service” am Auto. Es ist wunderschönes Wetter und in der Sonne ist es herrlich warm (unser Thermometer zeigt 20 Grad Lufttemperatur!).
Nach Mittag fahren wir gegen Cape Cod und gehen im Sandy Neck Beach Park bei Barnstable ausgiebig am Strand und in den Dünen spazieren.
Gegen Abend fahren wir entlang der Küste und wieder nach Plymouth, wo wir entlang der Hafenbefestigung spazieren gehen, bevor wir nochmals das wunderbare Essen in der „Tavern on the Wharf“ geniessen.
Brücke über den "Cape Cod-Kanal" bei Sagamore.

Blick auf den Kanal, der die Cape Cod Bay mit dem Nantucket Sound verbindet.
Auf Cape Cod.


Cranberry Fields.
Sandy Neck Beach Park.
Spuren im Sand.
Dünenlandschaft im Sandy Neck Beach Park....
...mit wunderschönen Trails.
Ozy in der "Wüste".
Jedes Gras hat seinen Kreis.
Herbstlich verfärbte Zwergeiche in den Dünen.
Hier sieht man, was alles in den Dünen und Marschen zuhause ist (und gejagt werden darf).

Marsh im Hinterland.

Ein Teil des Strandes darf auch befahren werden (im Sommer hat es sogar einen Campingplatz), mit Permit und entsprechendem Reifendruck.
Dafür gibt es eine Kompressor-Station, wo man die Reifen dann wieder auffüllen kann.
Teich in der Nähe von Plymouth.
Hafenbefestigung von Plymouth.

Blick auf die Cape Cod Bay.
 

Blick auf Plymouth.


Am Donnerstag ist es ist immer noch recht warm, obwohl es heute bewölkt ist. Heute machen wir uns einen sehr gemütlichen Tag und machen nur am Nachmittag eine kleine Rundfahrt in die Umgebung. Im Hannaford (hier im Osten gibt es sie endlich wieder!) wird eingekauft und wir machen uns auf dem Camping einen wunderbaren Znacht mit Salaten, verschiedenen Meeresfrüchten und Fisch.

Fr-So, 6.-8.11.: North Stonington CT

Am Freitag Morgen fahren wir wieder die rund 100 km zurück nach North Stonington in Connecticut. Trotz des dicken Nebels fahren entlang der Küste über New Haven, wo wir aber den „Ocean Drive“ entlang der Villen der Schönen und Reichen auslassen, da man fast nichts sieht… Kurz vor Mittag erreichen wir wieder den KOA und können vom Sonderangebot „Drei für Zwei Nächte“ profitieren (erhält man, wenn man vorher beim Middleboro-KOA war). 

Fall River.
Clairborne Pell Bridge bei Newport (wird offenbar manchmal mit der Golden Gate Bridge verglichen - vom Nebel her stimmt es wohl ;-)  ).

Am Freitag Nachmittag und am Samstag fahren wir nach Mystic, wo wir uns das bzw. die Städchen rechts und links der Ziehbrücke und vor allem den "Mystic Seaport", ein tolles Schifffahrtsmuseum inkl. arbeitender Restaurierungs-Werft, angucken. Das Ticket ist an zwei Tagen gültig, was angesichts des grossen Geländes und der vielen Ausstellungen (im Moment gerade eine Walfang-Ausstellung und eine Wanderausstellung von Greenwich GB über die "Suche nach dem Längengrad") und Infos auch benötigt wird. In den Häusern im „Werft-Dorf“, werden die ganzen mit der Seefahrt bzw. mit einer Werft verwandten Berufe und Geschäfte gezeigt und von (meist schon sehr betagten) Volunteers erklärt. Besonders beeindruckt hat uns der Küfer, der in der Werkstatt kleinere und grössere Gefässe und Fässer herstellt.

Mystic.


Zugbrücke von 1922 über den Mystic River.
Mechanismus der Zugbrücke.
"Rückseite" der Zugbrücke mit zwei Riesen-Gewichten.

West Mystic
 


Mystic River.

Das Mystic Seaport-Museum. Eine Kombination aus Werft, Museum und Openair-Museum inkl. Living History.
(Restaurierungs-) Werft. DER Ort für alte Holzboote...
...wo immer fleissig gearbeitet wird.

Hochseetüchtiger Nachbau der "Amistad" ("privat", liegt sonst in New London).
Das Walfangschiff "Charles W. Morgan", das älteste noch existierende Segel-Walfangschiff.
Die "Charles W. Morgan" unter Segeln (2014, nach der Restaurierung).

Die Kojen der Crew - jede mit Vorhang.





Am Sonntag wird schliesslich nochmals sehr ausgiebig zmörgelet und „rumgefault“. Da es heute zwar kalt aber ausnahmsweise wieder schönes Wetter ist, machen wir eine kleine Ausfahrt. Zuerst zum Riesen-Casino Foxwood (im Indianerreservat), das wir uns nur von aussen angucken, dann nach Groton, der “Submarine Capital of the World”, und nach New London, das recht heruntergekommen aussieht. Nur der Bereich gegen den Ocean Beach Park ist etwas gepflegter (hier sind auch die ganzen Villen…).
Danach geht es nach Stonington zum Dog Watch Café (ein Tip der Dame an der Rezeption), wo wir nochmals in Seafood und Fisch schwelgen.

Am Sonntag Morgen sind wir fast die einzigen, die noch da sind...
...mit Ausnahme von "David" und "Goliath" (Bett vs. Wohnung).
Endlich wieder Sonne!


Plötzlich taucht mitten im Wald ein riesen Kasino auf (im Mashantucket-Pequot Reservat)
Kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Komplex.
Die "Nautilus", das erste Atom-U-Boot (leider gerade wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen).
Blick über den Thames River auf New London.
In New London.
Feuerwehr-Sattelschlepper mit gelenkter Hinterachse (der "Lenker" sitzt im Häuschen hinten drauf).
Ocean Beach Park in New London.
Wir sind etwas gewachsen in den Ferien ;-)
 

Leuchtturm in der Mündung des Thames River.

Dog Watch Café in Stonington.

Feudale "Rauchereccke" mit Feuerstelle.