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Samstag, 17. Oktober 2015

Ab in den Süden: Las Vegas bis Tucson

Fr. 9.10.: Las Vegas NV - Hurricane Mesa UT

Dieser Morgen war leider gar nicht friedlich - von einem lauten Vogel (wenigstens sehr melodisch) über Rasenmäher bis zum Blatt-Staubsauger wird alles geboten. Auch das Inernet funktioniert nicht besser. Hm!

Wir verabschieden uns von Roger und Anita und machen uns langsam auf den Weg Richtung Nordufer des Lake Mead. Nach einem kurzen Verfahrer, auf dem wir dafür ie günstigste Tankstelle weit und breit finden, fahren wir den teils sehr schön gelegten „Northshore Scenic Drive“, der durch immer farbigere Felslandschaften führt, wobei man auch ab und zu einen kleinen Blick auf den blau schimmernden Lake Mead inmitten der Wüstenlandschaft erhaschen kann. Damit wir ein bisschen mehr davon sehen, machen wir einen kleinen Abstecher zur Echo Bay, die aber einen ziemlich trostlosen Eindruck hinterlässt: fast alles ist zu, dafür ist der um ca. 40 m gesunkenen Wasserspiegel des Lake Mead mit seinen verschiedenen – mittlerweile zu kurzen – Boat Launches sehr gut sichrbar. Eine Launch gibt es noch, die auch fleissig genutzt wird und offenbar auch erst vor kurzem weiter verlängert wurde..
  
Ein erster Blick auf Lake Mead.

Hier ist zwar nicht die Painted Desert, aber die Berge sind schon recht farbig.

Die North Shore Road in der Lake Mead National Recreation Area.

Wegen stetig sinkendem Wasserspiegel werden immer wieder neue Launches gebaut und diese müssen wieder verlängert werden, bis eine neue gebaut werden muss.

Auch das Navi hat hier gewisse Probleme...

Lake Mead: See in der Wüste.

Hier sieht es wenigstens optisch kühl aus...

...ganz im Gegensatz zum Valley of Fire SP, der inmitten roter Sandsteinformationen liegt.

Von der Lake Mead National Recreation Area (wo man mit dem NP-Jahrespass auch gratis reinkommt), machen wir einen Abstecher in den sehr beeindruckenden Valley of Fire State Park mit seinen dunkelroten, gelben und elfenbeinfarbenen Felsformationen (hier gilt der Nationalpark-Jahrespass im Gegensatz zum Lake Mead nicht). Da es 34 Grad heiss und Mittag ist, beschränken wir uns auf Sightseeing aus dem Auto und gelegentliche kurze Fotostopps. Übrigens sind auch hierdie Folgen der starken Regenfälle noch überall zu sehen.

Valley of Fire State Park.


Man könnte tolle Wanderungen machen (hier der White Domes Trail) - aber nicht am Mittag bei gegen 40 Grad.


Rot und weiss wird hier geboten.
Strasse durch den Backofen.

Vom Valley of Fire State Park fahren wir wieder zurück und gelangen über Overton und Logandale im grünen Moapa Valley wieder auf die Interstate 15, der wir durch einen Zipfel von Arizona bis St. George in Utah folgen (in Mesquite überqueren wir wieder die Zeitzone von Pacific zur Mountain Time). Die Strasse ist super angelegt und führt durch den beeindruckenden Virgin River Canyon. Die Temperaturen steigen weiter und erreichen zwischenzeitlich sogar 38 Grad!
Durchs Moapa Valley.
Die Interstate 15 führt direkt durch den Virgin River Canyon.

Blick ins Tal des Virgin River.

In St. George machen wir einen „Mittagshalt“ - es ist gegen vier Uhr... Bei der Routinekontrolle entdeckt Ozy eine fehlende Bremssattelschraube, die sich wohl während der Pistenfahrten losgerüttelt und irgendwann ganz verabschiedet hat. Glücklicherweise ist St. George der grösste Ort der Gegend und wir werden vom grossen Chrysler/Jeep/Dodge-Händler (mit Service- und Parts-Abteilung) mit der richtigen Teilenummer ausgestattet zum Autopartshändler O’Reilly verwiesen, der die fehlende Schraube tatsächlich vorrätig hat.  Schraube hineindrehen und schon ist dank Ozys voraussehender Kontrolle das Problem behoben, bevor es wirklich eins werden konnte!

Kurz darauf geht’s auf die Strasse Nr. 9 - mit recht viel (Touri-)Verkehr -, die zwischen farbigen Mesas Richtung Zion NP führt. Da es mittlerweile Abend wird, wir uns nach etwas Ruhe sehnen, und voraussehen, dass vor dem (Columbus-Day-)Wochenende eh alle Campingplätze in der Nähe vom Zion NP voll sind, biegen wir kurz vor Virgin auf die schmale Mesa Road ab. Diese führt uns in zahlreichen Kurven und mit tollen Ausblicken aufs Tal des Virgin River auf die ca. 800 m hohe Hurricane Mesa hinauf. Wir fahren die Dirt Road entlang, bis wir ein Plätzchen finden, wo wir uns ins Gebüsch schlagen können. Wenig weiter vorne ist ein Aussichtspunkt, wo wir gerade noch die grandiosen roten Felsen der umliegenden Mesas im Licht der untergehenden Sonne bewundern können. (Übrigens herrscht dann auf dem Aussichtspunkt und auf der Dirt Road in der Nacht und am Morgen beachtlicher Verkehr: romantische Lagerfeuer, Jäger, ...).
Blick auf die Hurricane Mesa nördlich von Virgin.

Fahrt auf die Hurricane Mesa - mit Blick ins Tal des Virgin River.

Abendstimmung von der Hurricane Mesa aus.

Sonnenuntergang auf der Hurricane Mesa.


Sa, 10.10.: Hurricane Mesa UT - Grand Canyon AZ, Point Sublime (North Rim)

Nach Sonnenaufgang brechen wir wieder auf und nehmen den gleichen Weg zurück - die Piste ist übrigens eine "Loop Road": man könnte auf der Mesa noch viele Meilen fahren und käme dann ein paar wenige Meilen weiter östlich wieder auf die Hauptstrasse im Tal unten. Wir schenken uns den Umweg, der uns viel Zeit gekostet hätte, und fahren - wiederum am mit vielen Verbotstafeln bestückten Testgelände von UTC Aerospace Systems vorbei - den gleichen Weg zurück.
Im Tal unten hat es schon viel Verkehr und eine entsprechende Schlange vor dem Eingang zum Zion NP. Ins eigentliche Zion Valley kommt man mit dem eigenen Auto gar nicht (mehr): man müsste es stehen lassen und sich mit einem Shuttle transportieren lassen. Aufgrund der Menschenmassen und nicht allzu viel Zeit fahren wir weiter. Die Strasse ist aber auch ausserhalb des eigentlichen Slot Canyon sehr schön und führt in Serpentinen und durch einen Tunnel quer durch eine Ecke des Zion NP. Die Landschaft ist mit ihren roten und rot-weissen Felsen auch hier sehr beeindruckend.

Es geht wieder hinunter von der Hurricane Mesa ins Tal des Virgin River.

Blick vom Zion Park Scenic Byway Nr. 9 (in den Zion Canyon kommt man nur noch mit Shuttle).






Checkerboard Mesa im Zion NP.
Bis zum Ende des Parks hat es auch hier ziemlich viele Autos, die aber offenbar beim letzten Aussichtspunkt wieder wenden. Danach können wir relativ ungestört auf durch Dünenlandschaften und Weideland weiterfahren, an Mt. Carmel Junction und Kanab vorbei, bis wir auf die Nr. 67 zum North Rim des Grand Canyon abbiegen.
Die (Stich-)Strasse führt zunächst auf das Plateau des Kaibab National Forest hinauf und fast 50 Meilen weit bis zum North Rim. Die Wälder, die auch hier teilweise abgebrannt sind, werden immer wieder durch grosse Meadows mit wunderschönem, goldgelben Gras aufgelockert. (Es hätte auch hier Bisons, die sich aber heute nicht blicken lassen).



Der rot-weisse Fels gibt - rosarote Dünen.

Zwischendurch hat es Viehwirtschaft. Das Grün macht sich besonders schön vor den roten Mesas.

Durch den Kaibab National Forest zum North Rim des Grand Canyon.

Zwischen den Wäldern hat es auch immer wieder wunderschöne Meadows.


Wir besichtigen die Grand Canyon Lodge (inkl. "Kantine") und wandern bis zum Brigth Angel Point, der schon einen sehr beeindruckenden Blick hinunter bietet, obwohl man von hier aus vor allem einen Nebencanyon und gar nicht den "Grand Canyon" selbst sieht.
Wir stellen fest, dass der North Rim am Nachmittag eher suboptimal ist, da die Sonne gegen uns steht und man deshalb nicht das volle Farbenspiel geniessen kann. In die Entfernung und damit auch in den Canyon hinunter sieht man kaum - es verschwindet alles in einem "blauen Dunst". Aber auch so sind die schieren Ausmasse der Canyonlandschaft einfach gewaltig! Eine "schnelle Fahrt" zum South Rim, wo der Ausblick um diese Tageszeit wohl besser ist, ist übrigens nicht möglich. Da es keine Brücke in der Nähe gibt, müsste man rund 200 Meilen fahren, bis man dort ist. Und dann ist die Sonne auch weg...

Da auch hier alles voll ist (es gibt einen Campground im North Rim), überlegen wir uns, wo wir übernachten sollen. Auf der NP-Karte ist eine Piste eingezeichnet, die bis zum rund 30 Meilen entfernten Point Sublime führt. - Die nehmen wir doch! Anfangs wundern wir uns noch, weshalb wieder "high clearnce or 4x4 vehicles" empfohlen werden, aber wir merken bald, dass es nach den ersten paar Kilometern eine richtig üble Piste ist, die über Hügel und durch kleine Täler führt und stark ausgeschwemmt ist. Abgesehen davon geniessen wir die über eine Stunde dauernde, wunderschöne Fahrt durch mehr oder weniger lichte Wälder und Wiesen, unterbrochen von einem kleinen Aussichtspunkt auf einen weiteren Nebencanyon.
Endlich beim Point Sublime angekommen, entdecken wir, dass es hier erstens ein paar wenige Stellplätze hat (komplett mit Tisch-Bank-Garnitur) und sogar ein topmodernes "Kompost-WC". (Erst auf dem Rückweg entdecken wir die Tafel, dass man fürs Übernachten ein "Backcountry-Permit" gebraucht hätte...).

Bis auf ein Paar mit Zelt sind wir hier ganz alleine!
Es ist absolut still hier und wir geniessen zusammen mit dem anderen Paar einen wunderbaren Sonnenuntergang über dem Grand Canyon!
Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Farben mit dem schwindenden Licht ändern. Und plötzlich verschwindet der blaue Dunst im Canyon und wir sehen zum ersten Mal den Colorado River selbst!
Noch ein letztes rotes Licht und dann ist die Sonne weg. Danach kommt die Nacht sehr schnell, die hier auf etwa 2800 m Höhe einen spektakulären Sternenhimmel bietet!
Dieser Platz ist überirdisch!


Bright Angel Canyon ("nur" ein "Nebencanyon")

Die Grand Canyon Lodge.

Dirt Road zum Point Sublime durch Nadelwälder...
...durchmischt mit Erlen.
Sieht zwar tief aus, aber den Schnorchel haben wir nicht gebraucht ;-)

Kleiner Zwischenhalt mit Aussicht.


Weiter geht's durch den Wald.

Schon ein bisschen gross, der Grand Canyon! (Ozy auf dem Point Sublime).

Poser Pic muss auch sein...

Sonnenuntergang.

Nun sieht man auch den Colorado River.

Ein letzter Sonnenstrahl, bevor es Nacht wird.


So, 11.10.: Grand Canyon, North Rim - Black Canyon City

Die Nacht war wunderbar ruhig. Am Morgen habe ich mir den Wecker gestellt, um ja den Sonnenaufgang nicht zu verpassen (Sonnenunter- und -aufgangszeiten sind sogar extra in der NP-Zeitung publiziert).
Der Sonnenunaufgang ist sogar noch schöner als der Sonnenuntergang! Erstens bin ich anfangs ganz alleine inmitten der fast greifbaren Stille und zweitens erscheinen die Farben noch zarter und feiner als am Abend.
 
Am Morgen sieht es ähnlich aus wie am Abend - und doch ganz anders!

Die ersten Spitzen werden von der aufgehenden Sonne beleuchtet.

Und schon ist's wieder hell.

Nachdem die Sonne aufgegangen ist und mit einer schönen Tasse Kaffee bekomme ich dann auch Ozy aus den Federn. Danach gehts auf der Rumpelpiste wieder fast eineinhalb Stunden zurück zur Strasse (auf unseren Karten sind auch noch andere Routen eingezeichnet, aber da wir nicht sooo viel Zeit haben, fahren wir keine "Abkürzung").

Nach dem Kaibab National Forest biegen wir auf die Nr. 89A ab, die entlang der spektakulären Vermillion Cliffs bis zur Brücke über den Colorado ("Navajo Bridge" zwischen Marble- und Glen Canyon) führt. Dort hat es ein schönes Visitorcenter mit ebensolchem Shop und man kann zu Fuss über die alte Brücke gehen. Von dort hat man einen schönen Blick auf den grünen Colorado, der sich zwischen den roten Felswänden dahinwindet. Im Unterbau der neuen Brücke hat es sich auch noch ein Kondor bequem gemacht, der sich hier in aller Seelenruhe das Gefieder putzt.
 
Zurück durch den Wald...

...und durch dampfende Wiesen.

Vorbei an gelb verfärbten Espen.

Blick auf die Vermillion Cliffs.

Aber genau hier halten!

Auf der Alt 89 entlang der Vermillion Cliffs.

Die alte und die neue Navajo Bridge.

Ich glaube nicht, dass da jemand ernsthaft auf die Idee kommt... (s. nächstes Bild)

Blick von der Navajo Bridge auf den Colorado River im Glen Canyon.

Der Kondor Nr. 19 macht es sich in der Brückenkonstruktion bequem.
Nach dieser Pause geht es auf der 89A bzw. dann 89 entlang der Echo Clifffs und durch einen winzigen Zipfel der Painted Desert nach Süden. Die Strasse zieht sich vor allem gegen Süden ziemlich, bis sie endlich wieder an Höhe gewinnt und die doch langsam eintönige, flache Landschaft gegen Flagstaff wieder grüner wird. In der Ferne entdecken wir sogar einen Schneeberg (während wir bei über 30 Grad schwitzen...).

In Flagstaff wird wieder mal eingekauft und ein kleiner Zwischenhalt vor dem Home Depot erlaubt uns auch, wieder mal die Mails zu checken (Danke für den Tip, Roger).
In Flagstaff gibt es noch ein kleines Stückchen der Route 66, das wir natürlich abfahren. - Es ist nicht sehr spektakulär, aber die zahlreichen Motels und Shops entlang der Strecke lassen keinen Zweifel aufkommen, dass man hier wirklich ein kleines Stück auf der bekannten Strasse fährt (die es heute eigentlich gar nicht merh gibt).
Ein kleines Eckchen Painted Desert.

Blick auf den Schneeberg, während wir hier "unten" 32 Grad haben! (Humphreys Peak, über 3800 m ...)
Wir fahren ein winziges Stück Route 66! (in Flagstaff).

Falls noch Zweifel bestünden - jedes Motel und jeder Shop ist entsprechend angeschrieben...

Von Flagstaff aus geht es auf der Interstate 17 gegen Phoenix "hinunter". Die Autobahn führt in grossen Kurven über eine sehr lange Strecke durch die Hügel und vor allem bergab. - Die Strecke ist für die Trucks auch entsprechend ausgeschildert.
Es ist kurz vor Sonnenuntergang, was die Fahrt in südwestlicher Richtung auch für uns eher unangenehm macht. Immerhin entdecken wir schon die ersten Saguaros!
Ca. 50 Meilen vor Phoenix fahren wir ab, da ich unbedingt ins Rock Springs Cafe möchte, das ich von früheren Besuchen (vor ca. 20 Jahren...) kenne. Wir begutachten zuerst den Campingplatz im Nachbarort Black Canyon City, bevor wir nach Rock Springs fahren. Das Cafe ist tatsächlich noch dort, scheint aber nun noch mehr Cafe zu sein als Kneipe. Leider sind die Spareribs ausgegangen, aber das Abendessen ist auch so ok (nur haben wir danach leider keinen Platz mehr für die Pies...).
Danach geht's wieder zurück zum Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten. Das Office ist natürlich schon zu, aber da alle auf "Kuhjagd" sind, bekommen wir von den Betreibern doch einen Platz zugewiesen und einige wichtige Infos (z.B. dass das WC von 9 h Abends bis morgens ca. sechs Uhr abgeschlossen wird. Es sei ein "RV Park", wo die WCs ja nicht gebraucht würden, weil alle ihr eigenes Bad hätten... - das haben wir bisher noch nicht gehabt!). Abgesehen davon ist der Camping wunderschön gepflegt und hat sogar ein eigenes "Clubhaus" mit Cheminee, Zeitungen und Spielen.

Die laaaaange Abfahrt Richtung Phoenix.

Südwest ist am Abend etwas mühsam zu fahren - zum Glück ist Ozy erfindungsreich!

Abendstimmung auf der I-17.

Der erste Saguaro!
Abendessen im Rock Springs Cafe.


Mo, 12.10.: Black Canyon City - Tucson

Die Nacht war nicht ganz so ruhig wie die letzte am Grand Canyon, aber ok.
Wir erledigen noch den Papierkram im Office, dann geht es weiter  nach Süden. Durch Phoenix durch und weiter durch die Wüste Richtung Tucson.

Vor Tucson biegen wir nach Westen ab und besuchen den Saguaro National Park (West). Trotz wiederum beachtlicher Temperaturen machen wir einen Spaziergang durch die Kakteen beim Visitor Center. Da es vor kurzem (stark) geregnet hat, sehen wir viele Blumen, blühende Kakteen und grüne Sukkulenten, die normalerweise ihre Blätter abwerfen.
Vom Saguaro NP geht es gleich weiter ins nahegelegene Arizona Sonora Desert Museum, eine Mischung aus Botanischem Garten, Tierpark und Ausstellung. Es ist sehr heiss, weshalb sich auch viele Tiere klugerweise zurückgezogen haben. Aber einige bekommen wir doch zu Gesicht und der Park ist so angelegt, dass man immer wieder mal in den Schatten kommt und auch an vielen Orten seine Trinkflasche auffüllen kann (die WCs sind sogar mit Sonnencrème-Dispensern ausgestattet!).
Wir bekommen aber auch so genug Sonne und Hitze ab und sind dann recht erschöpft. Wir finden nicht allzu weit im Süden Tucsons einen sehr schönen KOA mit Swimingpool, wo wir uns erholen können.
Hier treffen wir auch ein nettes Schweizer Paar mit gemietetem "Roadbear"-Womo (die Firma mit dem Berner Wappen, die offenbar eigentlich in Neuseeland beheimatet ist, wie sie uns erzählen).



Strassenführung in Phoenix.

Sonora Desert.

Schön gestaltete Strassenüberführungen im Grossraum Phoenix/Tucson.

"Blue Mountains".

Im Saguaro National Monument.

Achtung, Klapperschlangen!

Eine Raupe macht sich's auf dem Hook Cactus bequem. (Der Kaktus neigt sich übrigens so lange der Sonne entgegen, bis er umfällt...)

Ein Bild von einem Saguaro! (Es dauert 55-85 Jahre, bis der erste "Arm" gebildet wird).
"Holzgerüst" eines Saguaro.

Auch hier hat es vor kurzem (heftig) geregnet.

(Wilder) Specht im Arizona Sonora Desert Museum.

Zwei Prärihunde im Arizona Sonora Desert Museum.



Kolibri im Arizona Sonora Desert Museum.

Auf dem KOA Camping in Tucson.

Es ist schön warm, Abends um sechs - drinnen wie draussen...


Di, 13.10.: Tucson AZ: Titan Missile Museum & Mission Mine

Da wir gestern zu erschöpft waren und es uns auch zeitlich nicht mehr gereicht hätte, machen wir heute Morgen einen Abstecher nach Süden, zur einzigen noch existierenden Abschussrampe für eine Titan II mit (ehemligem) atomaren Sprengkopf. Wir kommen grad rechtzeitig zur ersten Führung in den Untergrund, wo man den Kontrollraum und das Raketensilo anschauen kann. Die ganze Sache ist sehr beeindruckend! Im Falle eines Angriffs wäre die Rakete (eine von damals 54) nach Erhalt des Abschussbefehls innerhalb von 58 Sekunden gestartet!
Blick ins Silo mit der Titan II-Rakete inkl. Gefechtskopfatrappe.
Im roten Safe wären im Ernstfall die Codes für den Abschuss gewesen.

Kontrollraum.

Heute lauern hier andere Gefahren...

Schon auf dem Hinweg hatten wir grosse Abraumhalden und eine Tafel "Mine Tours" entdeckt, so dass wir auf dem Weg nach Norden der Mission Mine, der 5. grössten Kupfermine Arizonas, einen Besuch abstatten. Im Vergleich zur Mine bei Salt Lake City ist diese Tagebaumine geradezu klein. Im Gegensatz zu dieser steht hier aber noch das Visitor Center mit Ausstellung und man kann die Mine und die Veredelungsanlagen auf einer Tour besichtigen. Besonders interessant ist das Verarbeitungsgebäude mit seinen riesigen Brechern und den Anlagen, wo das Kupfer im Flotationsverfahren gewonnen wird. Für diesen Prozess wird unter anderem Kiefernöl verwendet - der Geruch ist unbeschreiblich!
Der angereicherte Kupfersand wird dann an einem anderen Ort verhüttet (99% Cu-Gehalt) und an einem dritten Ort mittels Elektrolyse zu Kupfer mit einem Reinheitsgrad von 99.99%.
Blick in die Mission Kupfermine, die 5. grösste in Arizona ("viel kleiner" als die Mine bei Salt Lake City).

Kleiner Pneu...

...z.B. für sowas (der umgebaute Dumper fungiert als Wasserwagen, um die Staubemissionen zu verringern).

Verschiedene Brecher.
Flotationsprozess (u.a. wird Kiefernöl verwendet - der Geruch ist unbeschreiblich!).

Hier muss auch das ToiToi sicher angebunden werden.

Interessanterweise wird bis nach Tucson hinein das metrische System verwendet (wie in Mexiko).

In Tucson sind auch die Bushäuschen passend gestaltet!

Von Tucson aus geht es New Mexiko, aber das kommt im nächsten Blog dran!




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