Sa, 3.10.: LA – Death Valley (Ubehebe Talc Mine)
Wir stehen recht früh auf, weil ich noch den Blog schreiben will. Leider ist die Verbindung trotz neun zur Verfügung stehender Wifis immer noch so schlecht, dass ich praktisch keine Bilder hochladen kann. Irgendwann gebe ich entnervt auf und wir fahren los Richtung Death Valley. Weil es schon nach zehn Uhr ist, ist auf der Strasse zum Glück nicht mehr so viel los.
Der Weg führt uns zunächst auf der Interstate 405, dann auf der CA 12 durch die Berge und durch Ebenen. Zwischendurch führt die Strasse auch durch den Red Rock State Park mit schönen Felsformationen und durch ein spannendes vulkanisches Gebiet. Die Gegend wird immer einsamer. In Rosamond wird getankt, in Mojave füllen wir nochmals die Vorräte auf.
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| Fünfspurig ab in die Wüste! (man beachte die schön gestaltete Brücke). |
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| Windpark nordwestlich von LA (wobei Park hier etwas untertrieben ist). |
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| Rand der Mojave Desert. |
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| Immer wieder mal gibt es kleine Tankstellen und/oder "Trading Posts", oft mit (schon lang vorher beworbenem) "Fresh Jerky" |
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| Das hier beworbene indische (!) Restaurant ist auch nur 82 Meilen (rund 132 km) entfernt. |
Vor dem "offiziellen" Eingang in den Death Valley Nationalpark biegen wir nach Norden auf eine Piste Richtung Saline Valley ab und fahren so sozusagen durch die Hintertür in den Nationalpark. Wir haben von Michel einige Tipps und Routenbeschreibungen erhalten und möchten deshalb direkt im Norden bei den „Racetracks“ (riesige Felsbrocken, die über die Ebene „wandern“) anfangen. Die Strasse ist anfänglich breit und so halb asphaltiert (Reste der alten Strasse), dann nur noch Piste. Sie führt uns durch Joshua Tree-„Wälder“ und durch kleinere Trocken-Nadelwälder in die Berge bis auf über 2000 m Höhe. Von der Hauptpiste weg fahren wir ein paar weitere, alte und ausgewaschene Pisten, die an aufgegebenen Minen vorbeiführen. Da es schon spät ist und man in der Nähe des „Racetracks“ nicht übernachten darf, stellen wir uns schliesslich auf so einer „Nebenpiste“ in der Nähe der alten Ubehebe Talkmine hin – hier hört man nichts ausser dem (sehr starken) Wind und sieht nichts ausser der Milchstrasse und unendlich vielen Sternen. (Obwohl wir uns im Death Valley NP befinden, sind wir hier immer noch auf rund 1600 m Höhe!).
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| Abzweigung Richtung Saline Valley - und was kommt: ein Velofahrer! |
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| Eingang zum Death Valley NP auf der Piste ins Saline Valley. |
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| Erst mal im Joshua Tree-Wald zurechtfinden... |
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| So viele Joshua Trees! |
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| Blick auf die Ulida Flat. |
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| Piste durch die Trockenwälder. |
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| Wir werden vom eigenen Staub überholt! (nein, nicht wir sind so langsam, sondern der Wind so schnell!) |
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| Durch die Ulida Flat. |
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| Nebenpiste zu alten Minen. |
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| Es geht auch noch steiler! |
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| Hier ist alles durchlöchert. |
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| Hütte der ehemaligen Ubehebe Talc Mine. |
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| ...mit Fauteuil... |
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| ... und Ofen. |
So, 4.10.: Death Valley (Ubehebe Talc Mine, Racetrack, Scotty’s Castle, Mesquite Springs)
Über Nacht haben sich einige Wolken angeschlichen, aber noch haben wir
mehrheitlich blauen Himmel. Von unserem Übernachtungsplatz aus geht es
zuerst wieder auf die Piste in der Ulida Flat und von dort ein Stück
hinunter ins „Hidden Valley“ mit hübscher Bergkulisse. Schliesslich
führt die Piste durch einen Canyon hindurch in die Ebene des Racetrack
Valley (ca. 1100 m.ü.M.), wo wir an der Teakettle Junction (wo auch tatsächlich ein paar
Teekessel inkl. Teebeutel am Wegweiser hängen) auf die „Hauptpiste“ zum
Racetrack gelangen.
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| Blick ins Hidden Valley (etwa 1400 müM). |
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| Durchs Hidden Valley. |
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| Dieser Canyon führt zum Racetrack Valley hinunter. |
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| Die Teakettle Junction im Racetrack Valley. |
Die Piste im Racetrack Valley ist breit geschoben und hat - zumindest zwischend der Teakettle Junction und dem Racetrack - das schlimmste Wellblech, das wir bisher „erfahren“ haben. Und die Piste ist so „genial“ kurvig angelegt, dass man kaum einmal über 40-50 km/h hinauskommt… Ozy probiert alles aus, vom in-der-Mitte-fahren bis mit-einem-Rad-ganz-oben-dem-Rand-entlang. Nichts hilft. Wir sind deshalb froh, als wir durchvibriert beim „Grandstand“, einer dunklen Felseninsel in der hellen Racetrack-Ebene, eine kleine Fotopause einlegen können. Das wunderschöne Bild wird leider durch die Spuren einiger Idioten getrübt, die sich hier mit ihren Autos ausgetobt haben.
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| Bei diesem Wellblech hilft nicht mal mehr "auf-dem-Rand-Fahren". |
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| Auch unsere Armaturenbrett-Füchse wandern hilflos umher ob dem Gerüttel. |
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| Dafür ist die Aussicht schön! |
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| "Poser Pic" vor dem "Grandstand", einer Felseninsel inmitten der Racetrack-Ebene. |
Wir rumpeln auf der Piste weiter bis zum Südende der Ebene, wo die eigentlichen Stars, die „wandernden Felsen“, zuhause sind. Vom „Ufer“ aus gehen wir auf die Ebene hinaus. Der getrockneter fast weisse Silt ist topfeben und mit vielen Rissen durchzogen ist, die in ihrer Anordnung den Anschein vermitteln, als ob die ganze Ebene mit fünf- und sechseckigen Plättli gepflastert ist. Bald entdecken wir die ersten Spuren der wandernden Felsen und Steine. Die Entstehung ist noch nicht ganz geklärt, aber auch ohne präzise Erklärung (oder auch gerade weil es keine gibt) erfreuen wir uns an der Entdeckung der verschiedenen Spuren, die mal gerade, mal gebogen oder auch im Zickzack verlaufen. Einmal finden wir sogar zwei Steine, die „zusammengestossen“ sind!
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| Die absolut ebene Racetrack-Fläche. |
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| Die Racetrack-Ebene gegen Norden. |
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| Kleiner "Rennstein" (der Reiseführer spricht von bis zu 340 kg-Brocken, aber die müssen schon "weggerannt" sein). |
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| Noch eine Spur, die bis an den Horizont zu reichen scheint. |
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| Der helle Silt bildet recht regelmässige Trockenrisse, so dass es aussieht, wie ein riesiger Plättliboden. |
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| Ups - man würde meinen, die Steine hätten hier genug Platz! |
Zurück auf dem Parkplatz gibt es noch einen kleinen Schwatz mit einem deutschen Pärchen, die mit Mietauto unterwegs sind. Danach erkunden wir die Strecke bis zum südlichen Talende und gelangen dort – an weiteren Überresten von Minenunternehmungen vorbei – zum Lippincott Pass (auf dieser Seite beträgt der "Aufstieg" nur etwa 100 m).
Hier fängt es an zu tröpfeln und wie es aussieht, regnet es im Saline Valley kräftig!!!
Wir fahren ein Stück auf der sehr ausgewaschenen und rumpeligen Piste
Richtung Saline Valley, das rund 800 m tiefer liegt liegt als das
Hochtal des Racetrack. Da wir eigentlich ja Richtung Death Valley
wollen, kehren wir nach ein paar Kilometern wieder um und fahren wieder
auf die Racetrack Road zurück.
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| Wasser-Anhänger im Umfeld einer aufgegebenen Mine. |
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| Auf dem Lippincott-Pass (rund 1200 m.ü.M.) |
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| Mit dem Velo möchte ich hier nicht fahren! |
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| Blick ins rund 900 m tiefer gelegene Saline Valley - mit heftigen Regenschauern! |
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| Auf der "Passstrasse". |
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| Manchmal ein bisschen eng, aber ein Dodge kommt überall durch! |
Zurück auf der Racetrack-Piste, machen wir einen Abstecher auf einen kleinen Berg, wo man auch über Nacht stehen bleiben könnte. Aber da es noch zu früh am Tag ist und dort oben der Wind gehörig pfeift, geht es wieder weiter auf der Wellblechpiste. Wir überholen ein, zwei bessere „Strassenautos“, die ganz langsam und empfehlungskonform mit 15-20 mph über die Wellen holpern (weiter gegen Norden, nach der Teakettle Junction wird die Strasse endlich etwas gerader und insgesamt etwas besser, so dass man endlich mal mit 60, 70 km/h über das Waschbrett „fliegen“ kann). Bei einem weiteren Auto sehen wir, dass der hintere Reifen völlig zerfetzt ist. Wir geben dem Fahrer ein Signal und Ozy hilft anschliessend der Familie aus LA, die das Auto nur schnell fürs Wochenende gemietet hat, beim Radwechsel.
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| Blick vom "Berg" auf die Racetrack-Ebene. |
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| Zurück auf dem Wellblech (schräg fahren hilft immer noch nicht wirklich...). |
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| Zum Glück war das Ersatzrad dabei! |
Inzwischen hat sich der Himmel immer mehr zugezogen, die schwarzen Wolken kommen immer näher und kaum sind wir wieder eingestiegen, fallen auch schon die ersten Tropfen. Der Regen wird immer schlimmer, je weiter wir gegen die Hauptstrasse kommen. Vorne im Tal sehen wir helle Wolken über den Boden fegen, die sich bald als Sandsturm herausstellen. Es blitzt und stürmt und ist 14 Grad – und das an einem der trockensten und heissesten Orte! Unser „Wetterglück“ scheint uns wieder einmal zu verfolgen!
Unsere Strasse führt uns am Ubehebe Crater, einem grossen Vulkankrater, vorbei. Ich möchte eigentlich gerne einen Blick reinwerfen, aber der Wind fegt derartig über den Kraterrand, dass unser Auto mit Kies sandgestrahlt wird und wir schleunigst die Flucht ergreifen!
Da es gegen das Death Valley noch schlimmer aussieht, fahren wir zu Scotty’s Castle, einer Art Riesenvilla in mehr oder weniger spanischem Stil inmitten einer Oase, das ein Millionär aus Chicago in den 1920er Jahren für seine Frau gebaut hat. Den Namen hat das Anwesen von seinem „Angestellten“ und Freund „Death Valley Scotty“, ein Original, der über ein Jahrzehnt für Buffalo Bill gearbeitet und eine imaginäre Goldmine gefunden hatte, bevor er im Haus wohnen und die Gäste des Hauses mit seinen Geschichten unterhalten durfte.
Da wir gerade rechtzeitig sind, machen wir um drei die letzte Hausbesichtigung des Tages mit, die von einer Rangerin in „zeitgenössischer“ Kleidung des Jahres 1939 – komplett mit Zöpfen, Schottenrock und Beret – geführt wird (die Tour durch die unterirdischen Tunnel des Hauses wäre schon um 14.15 h gewesen). Das Haus mit komplett erhaltenem, meist (echt) spanischem Interieur ist durchaus beeindruckend. Zum Schluss gibt’s eine Vorführung der beeindruckenden Welte Mignon-Theaterorgel, die heute gerade – sehr passend – „Singin‘ in the Rain“ zum besten gibt.
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| Regen über dem (nördlichen) Death Valley... |
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| ...begleitet von Sandstürmen. |
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| Oase im Grapevine Canyon: Scotty's Castle. |
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| Scotty's Castle. |
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| Man beachte die Ratten (?)falle unter dem seltenen 1933er Packard. |
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| Königlich-Spanische Truhe. |
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| Der (angeblich) erste Kompressor-Kühlschrank. |
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| Kleiner Ausschnitt aus der Shoshone-Gefäss-Sammlung. |
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| Sogar die Windfahne stimmt! |
Nach der Führung erfahren wir im kleinen Visitor Center, dass nicht nur der Titus Canyon, den wir unbedingt fahren wollten, sondern auch die Hauptstrasse zum südlichen Teil des Death Valley wegen des starken Regens gesperrt ist. Immerhin wird letztere jetzt gerade wieder geöffnet, während der Titus Canyon auf unbestimmte Zeit zu bleibt. Bis am Dienstag soll es auch noch weiter regnen.
Wir überlegen hin und her, aber da es bereits vier Uhr und das Death Valley immer noch mit dicken schwarzen Regenwolken verhangen ist, beschliessen wir, in der Gegend zu bleiben und erst morgen Richtung Stovepipe Wells und das Death Valley zu fahren (unsere Vorsicht hat sich bewährt - heute Nacht werden - wie wir morgen aus Gesprächen anderer Besucher erfahren - zahlreiche Touristen in Furnace Creek vom Wasser "eingeschlossen" und müssen mangels genügend Betten im Auto und Car übernachten).
Nachdem wir uns bei ein bisschen besserem Wetter den Ubehebe Crater angesehen haben, wo wir eine Niederländische Familie mit total verschlammtem Auto getroffen haben, und in der Gegend keinen geeigneten Schlafplatz gefunden haben, schlagen wir unser Lager auf dem NP Campground Mesquite Spring auf, wo es für wenig Geld richtige WCs und Wasser (!) gibt. Es ist übrigens nur noch 13 Grad.
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| Der Ubehebe-Vulkankrater. |
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| Eigentlich wäre ja der Regenbogen das Zeichen dafür, dass es nie mehr eine Sintflut gibt, aber hier wird das Versprechen nur halb eingelöst. |
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| Blick ins südliche Death Valley (ja, das mit dem tiefsten Punkt und den tollen Sachen zum Angucken...). |
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| Mesquite Spring Campground |
Mo, 5.10.: Death Valley – vor Death Valley Junction
In der Nacht hat es wieder ein bisschen geregnet, aber am Morgen scheint sogar mal kurz die Sonne. Heute haben wir mal ausgeschlafen und als wir um halb neun aus dem Wagen kriechen, finden wir eine handgeschriebene Notiz unter dem Scheibenwischer, dass die Strasse nach Stovepipe Wells „due to debris flows“ schon wieder gesperrt ist! Mist!
Wir müssen also wieder an Scotty’s Castle vorbei und 144 km aussen um den Park herumfahren, um wieder in den Park und ins 53 km entfernte Stovepipe Wells zu gelangen.
Wir fahren also aus dem Park hinaus (zugleich die Grenze zu Nevada), fahren bei Scotty’s Junction auf die Nr. 95 und bei Beatty wieder auf die Nr. 374 Richtung Stovepipe Wells. Wir passieren die Zufahrt zum Titus Canyon, der ja leider gesperrt ist, und biegen kurz danach von der Hauptstrasse auf eine Piste Richtung Süden ab. Von dieser führt dann eine weitere Piste wieder in den Park hinein und zum Chloride Cliff, einer Ansammlung von Dutzenden von Minen und Ruinen, die durch kleine Pisten miteinander verbunden sind. Wir gucken uns einige davon an und fahren dann über eine wiederum stark ausgewaschene 4x4 only-Piste wieder zur Strasse zurück.
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| Der direkte Weg nach Süden ist uns versperrt! |
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| Achtung - Burro Crossing! |
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| Immer wieder sehen wir die Spuren der gestrigen Regenfluten. |
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| Hier ginge es zum Titus Canyon (schnief! Aber angesichts der immer noch dräuenden Wolken wäre das Befahren sowieso keine gute Idee...). |
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| Als Trost fahren wir wieder Piste. Zuerst auf der grösseren nach Süden... |
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| ...und dann auf der noch kleineren Piste nach Westen, zurück Richtung Park und Chloride Cliff. |
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| Wieder ein "Hintereingang". |
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| Im Gebiet Chloride Cliff. |
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| Hier ist alles von Minen durchlöchert und mit den Resten der Unternehmungen übersät. |
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| Blick von Chloride Cliff (hier ca. 1000 m.ü.M.) ins hier ca. 1050 m tiefer gelegene Death Valley. |
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| Alte Minen. |
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| Blick in eine alte Mine. |
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| Grab von James McKay. |
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| Überrest einer Miner-Hütte. |
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| Interessante Piste. |
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| Es tröpfelt schon wieder! :-( |
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| Piste und Flussbett sind hier wieder mal identisch. |
In Stovepipe Wells gehen wir schnell in die Ranger Station, wo wir erfahren, dass wegen der starken Regenfälle der ganze untere Teil des Death Valley, inkl. tiefstem Punkt, Artist Drive etc. gesperrt ist! – Mist!!!
Nun fahren wir halt nach Furnace Creek, vorbei an einem See (!) und Dutzenden „Flooded“-Tafeln, gucken uns die Harmony Borax Works und den Zabriskie Point an und Fahren auf der Nr. 190 aus dem Park hinaus – alle weiteren Points of Interest (Twenty Mule Team Canyon, Dante’s View, Echo Canyon, Hole in the Wall) sind wegen der überfluteten bzw. überschlammten Strassen geschlossen.
Ausserhalb des Parks biegen wir auf eine weitere Piste (vorbei an den Betonplatten für ehemalige (Militär?-)Gebäude) ab und verschlaufen uns für die Nacht in den Bergen – an einem Ort, wo wir hoffentlich weder weggespült noch weggewindet werden können…
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| Wohl ein Bild mit Seltenheitswert: See im Death Valley. |
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| Auch auf der Strasse. |
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| Aber die Aufräum-Mannschaften machen sich schon bereit. |
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| Und zur Not tut's auch ein Schneepflug. |
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| Auch hier hat es den Fussweg zugeschwemmt. |
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| Blick auf den Mustard Canyon. |
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| Reste der Harmony Borax Works (1883-1888) - so sieht Adobe nach über 100 Jahren aus, wenn es - ganz selten - draufregnet. |
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| Blick vom Zabriskie Point. |
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| Na ja, im Moment ist es nicht ganz so dramatisch - die Temperatur beträgt heute Nachmittag so um die 25 Grad. |
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| (Aktuelle) Mine auf dem Weg zu Dante's View. |
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| Hübscher Schlafplatz auf einem Sattel. |
Di, 6.10.: Vor Death Valley Junction – Las Vegas
In der Nacht hat es wieder stetig geregnet, aber unser Platz auf einem kleinen Sattel war gut und wir hatten keine “Wasserprobleme”. Nachdem wir wieder von unserem Schlafplatz herruntergerumpelt sind, setzen wir unsere Fahrt via Death Valley Junction und Pahrump (kleiner Zwischenhalt) nach Las Vegas fort. Dabei sehen wir überall die Wasser-, Schlamm- und Geröllflächen und ausgespülten Bachrinnen, die die starken Regenfälle der letzten Tage hinterlassen haben.
Durch den Red Canyon geht es nach Las Vegas hinunter, wo wir auf dem ehemaligen KOA Campground beim CircusCircus Casino ein SEHR günstiges Plätzchen für 20 $ finden. (Eigentlich hätte ich ja sooooo gerne mal im Caesar’s Palace übernachtet und hatte mich schon gefreut, da auf der Internetseite mit "Zimmern für 99 $ statt 124 $" geworben wird. Bei der Buchung stellte sich dann aber heraus, dass das günstigste, was heute im Angebot ist, statt 99 $ oder 124 $ gleich 599 $ kostet!!!).
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| Morgenstimmung. |
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| Durch den Red Canyon nach Las Vegas hinunter. |
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| Auch von der Interstate aus bekommt man schon einen schönen Eindruck... |
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| Camping am Strip. Im Hintergrund das "Stratosphere". |
Di-Do, 6.-8.10.: Las Vegas
Nachdem wir uns auf dem Camping häuslich eingerichtet haben erkunden wir die nächsten zweienhalb Tage und drei Nächte Las Vegas (eigentlich ja nur den Las Vegas Boulevard). Wir bestaunen die grossen Casinos, lassen uns von David Copperfield verzaubern und von Rittern unterhalten, begucken uns das Lichtermeer vom (angeblich grössten) Riesenrad aus und verbringen Stunden vor dem Wasserspiel des Bellagio. Nebenbei geniessen wir auch noch das (sehr gute) Essen. Kurz, wir tauchen ein in die Kunstwelt und lassen uns von ihr ein paar Tage verzaubern (ohne ein einziges Mal zu spielen, nota bene).
Hier ein paar Impressionen als Kontrast zu den vorherigen Wüsten-Bildern...
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| Die Doppeltürme Wynn und Encore. |
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| Originelle Lösung, wenn das Trottoir nicht verkratzt werden soll. |
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| Das Wasserspiel vor dem Bellagio ist schon am Tag beeindruckend... |
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| ...in der Nacht ist das "Wasserballett" geradezu verzaubernd. |
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| Das CircusCircus, eines der "alten" Casinos am nördlichen Teil des Strip. |
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| Für das Riviera sind die Lichter nach 60 Jahren ausgegangen. |
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| Am südlichen Teil läuft's dagegen rund! |
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| Hier kommt man auch ganz schnell von Paris... |
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| ...nach Venedig. |
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| Der Canale Grande im Innern des Casinos, komplett mit Gondeln und Gondolieri (hier dürfen sie noch singen). |
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| Fahrt mit dem "Highroller"... |
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| ...mit tollem Blick auf die Stadt. |
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| Blick von der Terrasse des "Mon Ami Gabi" im Paris auf das Wasserspiel des Bellagio - ein Logenplatz! (Und das Essen ist auch ausgezeichnet!) |
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