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Sonntag, 25. Oktober 2015

All that Jazz: Breaux Bridge bis Auburn

Mi-Fr, 21.-23.10.: Breaux Bridge und New Orleans

Bevor wir nach New Orleans fahren, legen wir nochmals einen Ruhetag auf dem schönen, ruhigen Camping bei Breaux Bridge ein und gehen am Aben ein weiteres Restaurant mit lokaler Küche testen.
Am Donnerstag geht es dann auf der I-10 Richtung New Orleans. In Baton Rouge überqueren wir zuerst den Mississippi und biegen dann auf die Strasse entlang des Flusses ab (Nicholson Drive bzw. River Road). Diese Strasse ist auf unserer Karte als "Scenic Drive" angegeben, aber vermutlich ist den Autoren der gleiche Denkfehler unterlaufen wie uns: die Strasse "führt dem Fluss entlang", also muss sie schön sein.
Sie ist sicherlich interessant, aber schön ist wirklich anders. Vom berühmten Fluss sieht man - von einem kleinen Stück im Bereich der "Bonnet Carré Spillway Structure" abgesehen - wegen eines hohen Dammes gar nichts, dafür ist ein grosser Teil des Hinterlandes mit riesigen Unternehmen der chemischen Industrie belegt, deren Pipelines über die Strasse und den Damm gehen. - Der Mississippi wurde nach der Flut 1927 mit Dämmen versehen und ist heute bis Baton Rouge mit Hochseeschiffen befahrbar.
Zwischendurch durchfahren wir kleine Ortschaften, einige Zuckerrohrfelder und erhaschen gelegentlich einen Blick auf die eine oder andere ehemalige Plantage, die fast von grossen, mit Spanischem Moos bewachsenen Lebens-Eichen verdeckt werden.
Auf diese Weise erreichen wir direkt das Garden District-Quartier von New Orleans, an dem wir auf der malerischen Magazine Street entlangfahren.
Wir versuchen unser Glück auf einem sehr zentral gelegenenen Camping, umgeben von hohen, stacheldrahtbewerhten Mauern. Der ist aber bis auf einen privaten Standplatz voll, den wir 114 $ pro Nacht haben könnten. Deshalb weichen wir auf einen anderen Good Sam Camping aus, der zwar nicht so zentral ist, dessen Besitzer aber dafür netterweise einen Shuttle-Service ins Zentrum anbieten.

Weiter geht es durch den Sumpf...

...auf einem meilenlangen Causeway.



Wieder festes Land unter den Rädern.

Da vorne ist die Brücke über den Mississippi.

Blick auf den Mississippi River.

Alte Kirche aus dem 18. Jh.

Friedhof mit oberirdischen Gräbern (in der Gegend ab 1830 wegen des hohen Grundwasserspiegels verbreitet).
"Riverside Road" - entlang des "Levee" (Flussdeichs).
Viele Orte hier bestehen zu einem grossen Teil aus Mobile Homes.

Das Befahren des Deiches nur "authorized personnel" gestattet.

Blick auf eine Anlage der chemischen Industrie mit Pipelines zum Fluss.

Weitere grosse Industrieanlage.

Die Pipelines zwischen Fluss und Anlagen sind manchmal kilometerlang.

Dazwischen hat es einige Zuckerrohr- und ganz wenige Baumwollfelder.

Zuckerrohr-Ernte.
Eine etwas bessere Behausung.
Die "Bonnet Carré Spillway Structure" (erbaut 1931) vom "Land" aus gesehen. Sie erlaubt bei Hochwasser des Mississippi, einen Teil des Flusses in den Lake Pontchartrain und damit in den Golf von Mexiko abzuleiten.

"Geparkter" Tanker ;-)

Neugieriger Reiher.
Blick den Mississippi hinauf, mit geparkten Tankern.
Damm gegen den "Swamp".
Die Interstates sind quer durch die Sümpfe gebaut...
...und verlaufen teils auf Causeways.
 


Herrschaftliches Haus (eh. Plantage).


Mit "Spanischem Moos" bewachsene Bäume bei Destrehan.

 
Destrehan Plantation (Rückseite).

Kühlraum im Keller mit gebauten "Regal-Nischen" aus Backstein.

Lebens-Eiche mit Spanischem Moos.
Vorort von New Orleans.
Auf der Magazine Street durch New Orleans.
Bäume und Leitungen hängen voller "Beads" vom letzten Karnevals-Umzug.
Blick auf das Business-Viertel. Rechts der Super Dome.
 
Im östlichen Teil der Stadt ist auch heute noch vieles kaputt und/oder aufgegeben.
Leere Grundstücke mit Fundamentplatten oder weiteren Resten erinnern an Katrina.

Es geht wieder auf eine hohe Brücke...


Unsere kleine "Büchse" wirkt etwas verloren zwischen all den grossen 5th-Wheels und Campern.
Nach über etwa 18'000 km wie aus dem Ei gepellt: nach Handwäsche inkl. Reifen-Schwärzen.


Am Abend und am nächsten Tag besuchen wir New Orleans und eine Plantage, gehen fein essen, hören viel Musik von allen Seiten, auf der Strasse und aus den Bars (Jazz scheint hier eher selten zu sein und ohne Verstärker scheint es auch nicht zu gehen, was uns viel zu laut ist..) und lassen die ganze Atmosphäre auf uns wirken. Es ist schon eine sehr spezielle Stadt, die einen grossen Reiz ausübt.
Das, was uns am meisten zu schaffen macht, die ist die grosse Feuchtigkeit. Es ist zwar immer bewölkt und nach Aussage der Locals mit 25-28 Grad "schön kühl", aber da wir keine Klimaanlage in der Büchse haben, werden Polster, Kissen und Decken immer feuchter und Lüften bringt leider gar nichts.


Blick auf den Mississippi River.

Ein kleines Eckchen der Stadt ist mit Geld gepflastert.

Esplanade Avenue.
 

Royal Street.
 



Hinter der St. Louis-Kathedrale herrscht ein reges Treiben mit Künstlern und Kartenlegern.

Manchmal bekommt man auch eine tolle Show geboten.

Überall gibt es die "Beads" zu kaufen, in allen Farben und Varianten. Momentan oft "Halloween-bezogen".

Modern Times im French Quarter.



Polizei-ATV für den Einsatz im French Quarter.

Rückseite der Saint-Louis-Kathedrale.

Royale Street in der Nacht.

Wunderschöne Farne.
 


Eine "Shop-Katze" findet sich in vielen Läden.
Filigrane Eisen-Ornamente.








In diesem Lokal wird gründlich geputzt!




Sa, 24.10.: New Orleans bis Auburn

 Heute geht es von New Orleans über den Lake Pontchartrain, durch Sümpfe und über die Rolling Hills durch Louisiana und Alabama bis Auburn, nahe an der "Grenze" zu Georgia.
Leider ist der Himmel immer noch sehr überzogen, so dass die Fotos eher etwas trostlos wirken. Wir sind heute nur Interstate gefahren, die Strecke war aber trotzdem recht abwechslungsreich mit Sümpfen, Wäldern, Causeways und gelegentlichen Feldern.
Heute sind wir das erste Mal angerannt, als wir in einem State Park übernachten wollten: es war alles voll! Allerdings ist heute auch Samstag und Auburn bzw. der Chewacla State Park sind nicht allzu weit von Atlanta entfernt. Immerhin gibt es hier einen schönen Good Sam, wo wir dann doch noch untergekommen sind (im Gegensatz zum State Park mit Wifi...).

Über den Lake Pontchartrain.



In Alabama hat es noch mehr Werbetafeln als in Louisiana.

Der Pearl River mit ausgedehntem Delta.


Wieder eine Brücke.


"Urwald".

Langsam wird es etwas trockener.

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